Von 1998 bis 2013: so haben sich die Internetseiten von Rollo Rieper entwickelt – Idee, Gestaltung und Domain Historie

 

Am Anfang war die Idee

„Die Sonne blendet, der Nachbar starrt, durch Rollo Rieper bleibt Dir das erspart“ – das war nur ein Werbespruch von damals, als Rollo Rieper noch vermehrt Werbung in Print-Medien wie der Tageszeitung oder den Anzeigeblättern machte. Nun galt es, nicht nur diese Werbesprüche sowie das vielfältige Know-How des Unternehmens einer breiteren Masse vorzustellen. Das Internet war die Chance dazu. Doch 1998 dachte noch niemand so wirklich an die riesigen Chancen, die sich auch für mittelständische Unternehmen im World Wide Web ergeben sollten. Das Ergebnis war: als man mit einer Internetseite an den Start ging, wurde man bei allen Gelegenheiten belächelt. Egal, wie man die Seiten gestaltet hat, man hatte das Gefühl, man würde nicht so wirklich Ernst genommen. Und leider muss man sagen, wenn man die alten Internetseiten von damals sieht, etwas zu Recht;-)

So nahm die Domain Historie ihren Anfang

1998 galt es, mit sehr begrenzten finanziellen Mitteln eine Art Unternehmensvisitenkarte zu gestalten, die nach Möglichkeit auf den ersten Eindruck hin nicht so steif wirkte und für damalige Verhältnisse originell rüberkam. Wenn man mit der Maus über die abgebildete Dame fuhr, öffnete sie das Rollo und zum Vorschein kam: eine nette Landschaftsaufnahme (was denn sonst?;-)) Wenn man auf die Dame klickte, führte sie den Besucher weiter zur eigentlichen Homepage.

Die Internetseiten von Rollo Rieper sollten praktisch sein, leicht verständlich  und den Betrachter schnell zum Ziel führen.  Da wir uns aber schon damals vorstellen konnten, dass nicht jeder Kunde von uns sofort alle Fachbegriffe kennen würde, hatten wir uns ausgedacht, unsere Produkte zu zeigen, wie sie am Gebäude oder vor dem Fenster Anwendung finden. So kamen wir damals auf die Idee, ein Einfamilienhaus abzubilden, das alle angebotenen Sicht- und Sonnenschutz-Produkte zeigen konnte. Schon damals hatte man als Besucher unserer Internetseiten die Möglichkeit, entweder auf die Produkte am abgebildeten Haus zu klicken oder direkt aus dem Menue zu wählen. Dahinter waren Informationsseiten, in denen die Produkte und deren Funktion näher erläutert wurden. Seinerzeit besaßen unsere Seiten also bereits ein Grundkonzept, das bis heute Anwendung findet.

Zusätzlich sollte unsere Dienstleistung in den Vordergrund gerückt werden. „Wir kommen, messen und beraten kostenlos“, war damals der Slogan, der unseren Service ausdrücken sollte. Natürlich damals lediglich im Umfeld unserer Filiale in Bremen, denn weitere Geschäfte und der Onlineshop sollten erst später entstehen. Aber auch eine abgebildete Messanleitung als Dienstleistung machte damals schon Sinn, denn wenn unsere Kunden bereits Zuhause das richtige Maß nehmen konnten, war es einfacher, beim Besuch in der Filiale direkt einen Preis zu nennen. Auf diese Weise gab es also die ersten Synergien zwischen den Internetseiten und dem Besuch in unserer Filiale.

Weiter mit dem Grundkonzept

Im Jahr 2000 übernahm zum ersten Mal Andreas Cordes (geb. Holtmann) die Gestaltung unserer Webseiten. Damals noch als Informatik-Student, heute als Diplom-Informatiker. Wie man bis heute sieht, hat sich das Know-How von Andy Cordes ebenfalls stark zum Positiven entwickelt;-)

Das Grundkonzept, unsere Produkte sowohl über Text als auch über Abbildungen anzusteuern, blieb im Jahr 2000 erhalten und wurde weiter entwickelt. Um die Abbildungen der Sonnenschutz-Systeme deutlicher zu machen, veränderte sich die Farbe, wenn man mit der Maus darüber fuhr. So konnte man schnell zu dem Produktinformationen gelangen, die einen interessierten.

Auch wurde das Menue auf der linken Seite zum ersten Mal unterteilt in eine Art Übersicht, die Produkte, Wir über uns und die Dienstleistungen. Jedoch vermischten wir diese Punkte noch stark miteinander und es fehlte noch etwas die Struktur.

Im Wir über uns zeigten wir bereits wie heute die Ansprechpartner unserer Kunden. Damals gab es auch das erste Gruppenfoto, das Sage und Schreibe im Jahr 2000 aus vier Personen bestand. Weil mir das etwas peinlich war, hatte ich damals ernsthaft überlegt, ein paar Passanten von der Straße anzusprechen, damit unsere Firma etwas größer wirken konnte. Die Beantwortung der Frage, wer denn wohl die Herrschaften auf dem Gruppenfoto sein würden, wäre mir allerdings noch peinlicher gewesen und so mussten wir dann doch mit den echten vier Personen auskommen;-)

Altes Konzept mit neuem Leben gefüllt

Im Jahre 2002 wurde das fiktive Einfamilienhaus durch unsere tatsächlich vorhandene Filiale in der Humboldtstraße in Bremen ersetzt. Das hatte vor allem den Grund, die Filiale in der Humboldtstraße direkt auf der Hauptseite abzubilden und Rollo Rieper bei unseren Kunden somit authentischer zu machen sowie den Wiedererkennungsfaktor zu steigern. Weiterhin wurde darauf geachtet, unsere Produkte am Gebäude abzubilden, um die Navigation auf den Seiten und das Verständnis für die Produkte zu vereinfachen.

Zudem entwickelten wir neue Ideen, die nach heutigem Stand als etwas durchgeknallt anmuten. Zum Beispiel konnte man gegen unsere Markenfigur Falto Karten spielen oder sich über ein Rollorezept mit Tzaziki informieren. Damit wollten wir unsere Seiten weiterhin etwas auflockern und auch ablenken von der etwas trocken wirkenden Rollo- und Alujalousiestruktur.

Als wahnsinnig innovatives Gimmick fuhr unser Firmenfahrzeug von links nach rechts durch den Bildschirm unserer damaligen Hauptseite. Diese Kreation hatten wir nicht etwa selbst entwickelt, sondern damals von der Internetseite des regionalen Radiosenders Bremen 4 geklaut und lediglich die Figur des Senders gegen unser Firmenauto ersetzt. Wenn man es schaffte, es mit der Maus anzuklicken, wurde man zur Wir über uns-Seite weitergeleitet, um als potentieller Kunde von Rollo Rieper direkt zu sehen, wie man uns besuchen konnte. Ich hoffe, Radio Bremen nimmt uns das nicht Übel. Wir buchen auch schon bald wieder Radiowerbung beim besten Radiosender in Bremen – versprochen!;-)

Die Geburt des Onlineshops

Im Jahre 2003 fingen Andreas Cordes und ich an, uns ernsthafte Gedanken über die Entwicklung eines Onlineshops zu machen. Da sich Produkte wie Innenrollos, Jalousien oder auch Plissee relativ einfach auch von nichtgeübten Hobbyhandwerkern montieren lassen, war die Idee geboren, diese Produkte auch über einen Onlineshop anbieten und auch überregional verkaufen zu wollen.

Da es sich aber schon seit jeher um maßangefertigte Produkte handelte und es dazu im Jahre 2003 noch keine Standardsoftware gab, mußten die neuen Seiten aufwendig programmiert werden. Dieses Abenteuer wurde nicht nur von unseren Lieferanten stark belächelt. Es glaubte wirklich niemand an die Umsetzbarkeit und den tatsächlichen Nutzen eines Onlineshops für maßangefertigte Sonnenschutzprodukte. Wir setzten es aber trotzdem um (zum Glück aus heutiger Sicht;-)) und vergaben den Auftrag an einen Spezialisten, der sich mit PHP-Programmierung auskannte. Andreas sprach damals seinen Studienkollegen Marco Remer an, ob er nicht Lust hätte, sich ein bisschen Taschengeld nebenbei zu verdienen. Er willigte ein und ist bis heute als Programmierer von Rollo Rieper in unserem Unternehmen nicht wegzudenken.

In 2004 wurde schließlich der erste Onlineshop veröffentlicht. Damals mit Sage und Schreibe einem Produkt: Alujalousien in einer wahnsinnig großen Vielfalt (12 verschiedene Farben). Das Wichtigste war jedoch, dass unser Onlineshop zunächst tatsächlich technisch funktionierte, denn theoretisch konnten unsere Kunden von nun an bequem von Zuhause aus Innenjalousien bei Rollo Rieper bestellen und mussten nicht zwingend unsere Filiale in Bremen besuchen. Leider war das aber auch schon das Positivste an unserem neuen Shop, denn der kaufmännische Erfolg wollte sich zunächst nicht einstellen.

Trusted Shops und Co

In den Jahren 2005 bis 2006 entwickelten wir unseren Onlineshop weiter, indem wir neue Produkte wie z.B. die Plissee sowie Lamellenvorhänge aufnahmen. Nach und nach stellten wir fest, dass im Internetversandhandel nicht nur der günstige Preis, sondern auch ein guter Service (verlängerte Garantie, schnelle Lieferzeiten, Kundenbenachrichtigungen per Mail, etc.) und das Vertrauen in die Marke bzw. das Unternehmen entscheidende Kriterien sein würden. Die Preise konnten wir sukzessive senken, indem wir unsere Auftragsabwicklung optimierten und mit unseren Lieferanten durch die Abnahme höherer Stückzahlen neu verhandeln konnten. An der Verbesserung unseres Kundenservice arbeiten wir bis heute täglich (hoffentlich mit ebenfalls wachsendem Erfolg;-)) und das Vertrauen neuer Kunden versuchen wir ebenfalls bis heute durch die Zertifizierung beim mittlerweile wohl bekanntesten Gütesiegel im Internet Trusted Shops, kompetente Beratung am Telefon, per Mail sowie per Live-Chat zu bieten sowie Kulanz bei Aufmaß- oder Montagefehlern walten zu lassen.

In 2006 haben wir zum ersten Mal einen aus heutiger Sicht sehr wichtigigen Aspekt der Suchmaschinenoptimierung bei Google auf unseren Seiten umgesetzt, und zwar die Aktualität von Rollo Rieper über regelmäßig erscheinende Unternehmensmeldungen darzustellen. Bereits damals konnten wir uns vorstellen, dass ein Besucher einer Internetseite sich am liebsten auf aktuellen Internetseiten aufhalten wollte, um sozusagen ständig Up to date zu sein. Auf diese Weise entstand unser Sonnenschutz-Blog, der bis heute (in sehr unregelmäßigen) Abständen mit Leben gefüllt wird. Mal Aktuelles von unseren Produkten, mal Witziges aus unserem Unternehmen oder auch die neuesten Gewinnspiele bei Facebook und Co gehörten von nun an darein.

Wir kreierten damals eine neue Markenfigur, und zwar unsere Carolin, die als Zwei-Jährige das „Lieber zu Rieper“ trällerte. Nicht nur im Radio, sondern auch in unseren Werbefilmen auf YouTube war sie damals zu sehen und hatte eine Menge Spaß bei den Aufnahmen. Die Herausforderung war nun, die Wiedererkennung zu steigern, indem wir die unterschiedlichen Medien Radio, Fernsehen und Internet miteinander verbanden.

Als das Rieper-Männchen kam

In 2009 lernten wir langsam dazu, dass eine Zwei-Jährige als Sonnenschutz-Beraterin bei so manch einem Kunden nicht wirklich als kompetent gelten konnte. Da ich über Freunde den Filmemacher und Regisseur Dennis Becker kennenlernte, sprach ich ihn kurzerhand an, ob es Sinn machen könnte, Produktfilme zu drehen, die unsere Systeme näher erläutern. Er willigte ein, stellte mich dazu in eine White Box und ich fing an, über das zu sprechen, wovon ich schon seit 16 Jahren rede – und das Rieper-Männchen war geboren.

Für den Fall, dass Besucher unserer Internetseiten das Rieper-Männchen nicht ganz so sympatisch fanden, konnten sie ab diesem Zeitpunkt auch mit unserer Jana Fais Vorlieb nehmen, die als freundliche Ansprechpartnerin am Telefon von nun an direkt auf allen Seiten von Rollo Rieper zu sehen war.

Durch viele zufriedene Kundenstimmen in unserem Gästebuch fanden wir heraus, dass positive Empfehlungen unserer Kunden durchaus verkaufsfördernd sein können. Da eigene Gästebucheinträge allerdings auch das negative Image der Selbstmoderation haben, brauchten wir ein unabhängiges Bewertungsportal, dass sich um die Veröffentlichung von Bewertungen über unseren Onlineshop kümmerte. So schlossen wir die ersten Verträge mit Ekomi, das bis heute für uns die Meinungen unserer Kunden veröffentlicht.

Mit der Aufnahme des Rieper-Männchens, einer persönlichen Ansprechpartnerin am Telefon, dem Meinungsportal Ekomi sowie unserem Sonnenschutz-Blog, in dem auch so langsam die ersten Kundenmeinungen zu unseren Beiträgen gepostet wurden, stellten wir langsam die Weichen, um ein neues Zeitalter im Internet einzuläuten, und zwar Social Media, das mich von Beginn an begeisterte.

Social Media erwacht

Facebook und Co waren ab 2010 für Rollo Rieper nicht mehr wegzudenken. Natürlich eröffneten sich dadurch für uns nicht nur Chancen, mit mehr Kunden über das Internet in Kontakt zu treten, sondern auch große Risiken, ggf. durch negative Kommentare oder Meinungen potentielle Kunden zu verlieren. Die größte Herausforderung für einen Facebook-Verantwortlichen ist in diesem Zusammenhang eine möglichst kurzfristige Reaktionszeit. Sowohl positive als auch negative Kommentare wollen schnellstmöglich beantwortet werden, um auch weiterhin mit den Kunden in Kontakt zu bleiben und den Anschluss nicht zu verlieren. Außerdem brauchen Webmaster diplomatisches Geschick in der Beantwortung von Fragen bzw. Kommentaren. Als Beispiel hatte ich kürzlich auf den Seiten eines Mitbewerbers gelesen, dass ein Kunde bemängelte, die Lieferzeit von 14 Tagen würde zu lang sein. Sicherlich sind 14 Tage im heutigen Internetzeitalter eine Ewigkeit, für eine individuelle Maßanfertigung aber durchaus verständlich, wenn der Kunde darüber vernünftig in Kenntnis gesetzt wird. Sollte der Kunde nun tagelang keine Antwort erhalten und dann nach fünf Tagen erst vom Händler kommentiert bekommen: „14 Tage sind für Maßanfertigung normal“, steigert das nicht unbedingt das Vertrauen in den Händler. Eine zeitnahe Entschuldigung sowie ein Warengutschein in Verbindung mit einem diplomatisch verfassten Schreiben sind sicherlich eine bessere Alternative.

Mehr Platz zum Austoben

In 2010 hatten wir uns auf den Internetseiten endlich mehr Platz geschaffen, große Bilder, Filme und die Produktauswahl in den einzelnen Untershops besser darstellen zu können. Vorher hatten wir unsere Auswahlmenues sowie die wichtigsten Kundeninformationen immer rechts und links auf unseren Seiten platziert. Das machte natürlich den Raum dazwischen sehr klein und ließ die Informationen immer weiter nach unten rücken, so dass unsere Kunden gezwungen waren, viel zu scrollen. Das konnte unter Umständen recht aufwendig bei der Produktauswahl sein. Und da das Rieper-Männchen mal wieder ein paar Pfunde zum Winter hin zugenommen hatte, brauchte es ebenfalls mehr Platz. Wir hatten zwar zwischenzeitlich auf den kartenspielenden Falto verzichtet, mussten aber nicht unbedingt weniger Informationen und Produkte in den Menues unterbringen. So strukturierten wir unsere Hauptmenues neu und setzten sie mittig oberhalb der Informationsebene.

Große Auswahl, große Bilder

Auf unseren aktuellen Seiten wollen wir uns mehr darauf konzentrieren, unseren Kunden Wohnwelten als Anregung zu zeigen und Ideen für dekorativen Sonnenschutz zu vermitteln. Daher haben wir große Bilder in Slideshows eingebunden, die entweder automatisch nach Ablauf einiger Sekunden angezeigt (über den Bildschirm geslidet) oder manuell vom Besucher aufgerufen werden können.

Außerdem wurden unsere Menues weiter optimiert und strukturiert. Sie sind nun auch für den Einsatz auf Laptops, Tablets und Handys besser geeignet.

 

 

Screenshot Rollo Rieper 2013

Auch aktuell und in Zukunft arbeiten Andreas, Marco, unsere drei Mediengestalter Katrin,  Max und Lennart sowie meine Wenigkeit weiter an der Optimierung unserer Internetseiten. So werden wir bald schon mit den nächsten neuen Produkten online gehen, mehr Farbauswahl anbieten, unsere Bestellprozesse im Sinne unserer Kunden und auch Google weiter optimieren und insgesamt noch mehr Auswahl und Service bieten.

Bei Rollo Rieper wird es also nicht langweilig;-)

Viele Spaß mit unserem Angebot!

Ihr Rouven Rieper

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