Technischer Sonnenschutz in Form von Markisen oder Außenjalousien – jetzt aber richtig!

Endlich sind sie da: die warmen und sonnigen Tage des Jahres. Wie schön wäre es jetzt, den Sommer wirklich völlig unbeschwert genießen zu können! Das Sonnenlicht kann schließlich buchstäblich auch seine Schattenseiten haben. So stellen Sie sich vielleicht auch die Frage: welcher technischer Sonnenschutz sorgt eigentlich am besten für den abkühlenden Schatten im Hochsommer?

Um diese Frage möglichst präzise zu beantworten, liste ich Ihnen drei unterschiedliche Produkte auf, die in meinen Augen als Sonnenschutz den besten Effekt haben und nenne Ihnen dazu einige Vor- oder auch Nachteile:*

Außenjalousien

Außenjalousien (auch Außenraffstoren genannt) bieten nicht nur die Möglichkeit, das Sonnenlicht direkt von außen abzuwehren, sondern erzielen auch über das Verstellen der Lamellen eine optimale Lichtregulierung. Durch die direkte Abwehr des Sonnenlichtes vor der Hausfassade bzw. vor dem Fenster, erreicht eine Außenjalousie bis zu 40% mehr Wärmereflexion gegenüber einem innenliegenden Sonnenschutz, sprich Innenjalousien. Auch die angesprochene Lichtregulierung kann gegen Blendeffekte des Sonnenlichtes eine große Rolle spielen, um die Lichtverhältnisse so einzustellen, wie man sie gerade benötigt. Wird man z.B. an langen, hellen Sommerabenden bei einem spannenden Film am Fernseher geblendet oder vor dem Rechner sitzend gestört, stellt man die Außenjalousie nach seinen Wünschen so ein, dass zwar noch genügend Licht in den Raum hinein schein, die Blendung aber nachlässt.

Ein Nachteil kann ggf. die Nichterteilung einer Montageerlaubnis eines Vermieters sein, der z.B. das einheitliche Bild der Fassade zu anderen Eigentümern als gestört ansieht. In diesem Fall macht es Sinn, mit dem/den Eigentümer(-n) zu sprechen und ein einheitliches Bild für alle Fenster anzustreben. Die Verhandlung mit den Eigentümern übernehmen wir gerne.

Auch kann eine Blende bzw. ein Kasten, in dem die Alulamellen eingefahren werden, ggf. optisch zu groß für das Fenster wirken. Je nach Höhe des Fensters wird die Kastenhöhe entsprechend angepasst. Bei bodentiefen Fenster- oder Türelementen sind die Kästen also relativ hoch. Sprechen Sie uns gerne an, wenn wir Sie hinsichtlich der Kastenhöhen beraten sollen. Ansonsten stehen die Angaben auch auf den jeweiligen Beschreibungsseiten der Außenjalousien online nach Maß.

Markisen

Markisen als technischer Sonnenschutz lassen sich generell in Terrassen- oder Balkonmarkisen und Fassadenmarkisen unterteilen. Ein optimaler Sonnenschutz für eine Terrasse oder einen Balkon stellt grundsätzlich eine Gelenkarm-, Hülsen oder Kassettenmarkise dar. Alle drei Varianten besitzen Gelenkarme, um das Markisentuch auszufahren und unterscheiden sich primär durch den Schutz des Markisentuches innerhalb einer sog. Hülse oder Kassette.

Wie groß der Sonnenschutzeffekt unter einer Markise ist, hängt sehr stark von der jeweiligen Qualität des Markisentuches ab. Die Eigenschaften finden Sie entweder auf unserer Konfigurationsseite im Onlineshop durch einen Klick auf das gewünschte Markisentuch oder gerne auch in einem Beratungsgespräch mit uns.

Bei der Auswahl des Tuches sollte man nicht nur auf UV-Schutz Eigenschaften achten, sondern auch auf die Farbe des Tuches. Viele Kunden wissen nicht, dass eine blaue Markise deutlich mehr Schatten erzeugt als eine weiße oder gelbe Markise. Auch die Farbgebung bzw. die Atmosphäre unter einer blauen Markise ist gänzlich anders als unter einer gelben oder gar roten Ausführung. So wirkt das Sonnenlicht, das durch eine rote Markise hindurch scheint, deutlich wärmer und ist grundsätzlich heller als bei einem blauen Markisentuch.

Auch hören wir immer wieder in Gesprächen mit Kunden, dass angenommen wird, ein Ausfall (ausfahrbare Tiefe der Markise) wäre analog ausreichend, wie lang die Terrasse bzw. der Balkon ist. Also z.B. bei einer Länge von 300 cm wäre ebenfalls ein Ausfall von 300 cm für die Markise sinnvoll. Das ist leider ein Trugschluss (siehe Abbildung oben!). Denn bei einer Markise muss immer der sog. Neigungswinkel berücksichtigt werden. Durch die diagonale Neigung verlängert sich der Ausfall, d.h. bei einer 300 cm zu bedeckenden Fläche benötigen wir einen Ausfall von eher 350 cm, um die Neigung optimal einstellen zu können. Ein optimaler Neigungswinkel ist u.a. wichtig, damit Regenwasser ablaufen kann und sich nach Möglichkeit keine Wassersäcke bilden. Sparen Sie also bitte nicht am buchstäblich falschen Ende! 😉

Rollläden

Durch seine abdunkelnde Eigenschaft erzeugt ein Rollladen mit ausgeschäumten Aluminiumprofilen einen sehr guten Sonnenschutz. Er wehrt ähnlich wie die Außenjalousie das Sonnenlicht direkt von außen vor dem Fenster ab und kann auf diese Weise ein Aufheizen der innenliegenden Räumlichkeiten verhindern.

Durch seine ausgeschäumten Deckprofile ist der Aluminiumrollladen sehr effektiv, weil die Hitze reflektiert und lediglich wenig Wärme durch den Panzer hindurch gelassen wird. Wichtig ist in diesem Zusammenhang beim Kauf eines Rollladens immer auf die Ausschäumung sowie eine Aluminiumausführung zu bestehen. Denn Rollläden aus Kunstoff haben diese Eigenschaften nicht in dem beschriebenen Maße.

Zwischen den Rollladendeckprofilen befinden sich sog. Lichtschlitze, die Tageslicht in den Wohnraum hinein scheinen lassen. Diese Lichtschlitze lassen sich durch Herauf- und Herunterfahren des Behanges öffnen oder schließen. Der Grad des Lichteinfalls ist allerdings nicht mit dem einer geöffneten Außenjalousie zu vergleichen. Letztere sorgt für eine deutlich größere Transparenz und Lichtregulierung (wie oben beschrieben!).

Ein Nachteil können verhältnismäßig große Kästen sein, in denen der Rollladenpanzer untergebracht werden muss. Ähnlich wie bei den Außenjalousien gilt auch hier, je höher das Fenster bzw. die abzudeckende Fläche ist, desto größer muss der Kasten gewählt werden. Jedoch befürchten viele Kunden, dass der Rollladenkasten sogar von innen zu sehen ist, wenn man von drinnen aus dem Fenster schaut. Diese Befürchtung ist häufig unbegründet. Denn ein nachträglich zu montierender Rollladenkassen wird häufig auf den festen Fensterblendrahmen geschraubt, so dass er größtenteils optisch über dem Fensterflügel sitzt und damit nicht in die Scheibe hineinragt.

Fazit

Egal ob Außenjalousie, Markise oder Rollladen, jede dieser drei technischen Sonnenschutzvarianten hat ihre Daseinsberechtigung. Vorteile, Nachteile sowie Sinn und Zweck der drei Varianten unterscheiden sich in unterschiedlichen Weisen, so dass Sie als Kunde genau abwägen sollten, wofür Sie einen technischen Sonnenschutz benötigen.

Fragen zum Thema werden selbstverständlich wie immer gerne in diesem Blog beantwortet oder auch direkt von unserem Rollo Rieper Team.

 

*alle drei Sonnenschutzsysteme werden in einige Unterprodukte gegliedert, die in diesem Artikel nicht nicht alle erläutert werden, weil das für diesen Beitrag zu umfangreich wäre. Produktbeschreibungen zu den Unterkategorien finden Sie z.B. auf technischer Sonnenschutz für den Außenbereich.

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